Come and play with us

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Mittwochs ist Spielenachmittag im Comedor del Arte. Das hat sich inzwischen herumgesprochen. Auf den vier quadratischen Tischen unseres Begegnungsraumes formieren sich bereits verschiedene „Neigungsgruppen“. Über diese möchte ich in diesem Beitrag berichten.

Am ersten Tisch neben dem Eingang findet sich meist die „Neigungsgruppe Duplo“ zusammen. Wir haben etwas Duplo geschenkt bekommen und auch über die Plattform Willhaben günstig Steine zum Kilopreis eingekauft. Die vorhandenen Teile bieten sich vor allem zum Hausbau an, wobei die kleinen Buben auch die Gelegenheit nützen, mit den Duplo-Autos zu spielen. Wenn ich nach dem ersten Durcheinander Zeit habe vorbeizuschauen, liegen schon meist alle Figuren in ihren Betten und wahre Wunderblumen dekorieren das Haus.

Blumig geht es auch bei der „Neigungsgruppe Malen“ am Nebentisch zu. In kräftigen wasserlöslichen Acrylfarben malen die Mädchen sonnige Bilder mit großen Blumen. Inzwischen hat sich auch ein zweiter markanter Malstil der Kinder herausgebildet: monochrome Bilder, vor allem in Rot-, aber auch in Grün- und Blautönen. Eine Farbe wird dabei aufgetragen, gut einmassiert, eventuell mithilfe eines Fetzens, dann wird der Pinsel ausgewaschen und eine zweite Farbe darübergestrichen usw. Die Kinder tragen die vielen Farbschichten stets mit großer Ernsthaftigkeit auf. Da wir nicht so dickes Papier verwenden, ist das Endergebnis oft schon mit kleinen Löchern versehen. Franz hat mit den zahlreichen Kinderzeichnungen bereits die Küchenwände geschmückt. Das sieht wirklich gut aus!

Kommen wir zur dritten Neigungsgruppe, den Bildkartenlegespielen. Vor allem Memory hat sich besonders bewährt – ich wiederhole das Wort bei jedem Umdrehen. Wir haben ein Österreich-Memory und ein Bauernhof-Memory. Interessant ist, wie gut dieses Spiel als Spracheinstieg für Menschen, die gerade erst in unser Land gekommen sind, funktioniert. Es wird immer spannend und lustig, auch wenn wir uns sonst kaum verständigen können. Zum Schluss werden die Paare sortiert und wir üben dabei auch das Zählen. Das letzte Mal war eine Familie mit Kindern da, die noch nicht eingeschult waren. Mit dem Jungen habe ich auch ein Kartenlegespiel trainiert, das aus Bild- und aus Buchstabenkarten besteht. Die Bildkarten illustrieren ein Wort, dessen Anfangsbuchstabe gesucht werden soll. Die jeweils richtige Buchstabenkarte passt dann wie ein Puzzlestein dazu. Ich denke, wenn der Junge das Spiel einige Male übt, wird er unser Alphabeth sicher schneller verstehen können.

Der vierte Tisch ist spielfreudigen BesucherInnen jeden Alters vorbehalten. Man spielt hier Schach, Mühle, Fuchs und Henne, aber auch Kartenspiele wie UNO und ein Kartenspiel, das sich Konkan nennt. Ich würde sagen, es ist die syrische Variante von Jolly.

Spielen und lernen, spielen und lachen, spielen und Gemeinschaft spüren. Der Comedor ist jeden Mittwoch von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr speziell dafür geöffnet – für Hiesige und Zuagroaste!

Herzliche Grüße, Alexandra Eichenauer-Knoll

Mensch ärgere Dich nicht!