{"id":2370,"date":"2021-02-07T10:50:40","date_gmt":"2021-02-07T09:50:40","guid":{"rendered":"https:\/\/comedordelarte.at\/?p=2370"},"modified":"2021-02-07T11:28:37","modified_gmt":"2021-02-07T10:28:37","slug":"deutsch-ich-bin-so-stolz-auf-euch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/comedordelarte.at\/de\/blog\/deutsch-ich-bin-so-stolz-auf-euch\/","title":{"rendered":"Ich bin so stolz auf euch!"},"content":{"rendered":"<p>In der \u00f6sterreichischen Tageszeitung<em> Der Standard<\/em> vom 6.\/7. Februar 2021 war in der Agenda <em>Schule im Lockdown<\/em> ein Bericht mit dem Titel <em>\u201eWenn Schulkinder verloren gehen\u201c <\/em>zu lesen.<\/p>\n<p>Lehrer und Lehrerinnen, die anonym bleiben wollten, berichteten von den Problemen mit Kindern, die man einfach nicht mehr erreiche. Und in diesem Zusammenhang wurde auch eine Studie des Instituts f\u00fcr H\u00f6here Studien zitiert. Laut einer Umfrage unter 4.000 Lehrerinnen und Lehrern kam man zu dem traurigen Ergebnis, dass 12% aller Kinder von Volksschule bis Unterstufe w\u00e4hrend des Lockdowns kaum oder gar nicht erreicht worden sind. Noch dramatischer wird diese Zahl aber, wenn man nur die Gruppe der benachteiligten Sch\u00fcler\/innen studiert. In dieser Gruppe wurden 40% der Kinder in Volksschulen und 37% der Jugendlichen in Unterstufen nicht mehr erreicht. Ganz eindeutig zeigt sich also das, was wir eh alle schon immer vermutet haben: Wer vorher schon benachteiligt war, schneidet in Corona-Zeiten noch schlechter ab, egal ob es um Themen wie \u00dcberforderung oder Kompetenzverlust geht.<\/p>\n<p>Der befragte Studienleiter Mario Steiner wies dann noch auf ein regelrechtes \u201eDesaster\u201c hin, n\u00e4mlich jenes Zeugnis, das die befragten Lehrerinnen und Lehrer der Unterst\u00fctzung durch Fachkr\u00e4fte ausstellen. Zitat aus dem Standard-Artikel von Gerald John und Markus Rohrhofer: \u201eSchon vor Corona hat nur eine Minderheit den Support durch Sozialarbeiter, Psychologen oder Lernhilfen als ausreichend bewertet. W\u00e4hrend der Pandemie sackte der Anteil der Zufriedenen je nach Unterst\u00fctzung auf 27 bis 13 Prozent ab.\u201c<\/p>\n<h3>Warum schreibe ich das? Weil ich so stolz bin auf die Angebote des Comedor del Arte!<\/h3>\n<p>Weil ich so stolz bin auf Franz Witzmann und Renate H\u00f6fler, die jetzt wieder t\u00e4glich f\u00fcr die Kinder da sind. Weil ich es gro\u00dfartig finde, dass der Comedor del Arte ein Lernort mit einer inspirierenden Lernatmosph\u00e4re geworden ist. Und mehr als das: Die Kinder zeichnen und malen mit Begeisterung, wenn sie mit den Hausaufgaben fertig sind und wie selbstverst\u00e4ndlich borgen sie sich auch B\u00fccher aus der Comedor-Bibliothek f\u00fcr zu Hause aus.<\/p>\n<p>Ich staune, wie Franz es schafft, auch in tiefsten Lockdownzeiten \u00fcber Handy und dann sp\u00e4ter wieder im Einzelkontakt Kinder zu unterst\u00fctzen, deren Eltern andernfalls restlos \u00fcberfordert w\u00e4ren. Wie er Schoolfox-Nachrichten genauso wie Fragestellungen im Mathematiklehrbuch checkt. Wie er mit den Lehrerinnen Kontakt h\u00e4lt und dabei scheinbar unendlich viel Geduld aufbringt. Was meinen Sie, wie oft die Passw\u00f6rter nicht zu finden sind? Ich finde es gro\u00dfartig, dass er Eltern auch zur Schuleinschreibung begleitet. Er ist Sozialarbeiter und Lernbegleiter und vielen auch ein guter Freund oder eine gro\u00dfv\u00e4terliche Bezugsperson geworden.<\/p>\n<p>Der Comedor del Arte leistet das, woran es \u00f6sterreichweit leider offensichtlich mangelt. Franz Witzmann und Renate H\u00f6fler, und andere Helferleins im Hintergrund, wir alle arbeiten unentgeltlich! Das einzige, was wir ben\u00f6tigen, ist Geld f\u00fcr die Miete, denn ein leicht zug\u00e4ngliches Haus im Ortskern ist eine Grundvoraussetzung f\u00fcr unsere Arbeit. Die Menschen m\u00fcssen uns erreichen k\u00f6nnen. Wir brauchen also mindestens 700 Euro im Monat. (Spendeninfos gibt es <a href=\"https:\/\/comedordelarte.at\/de\/hilfe\/wo-kann-ich-spenden\/\">hier<\/a>)<\/p>\n<p>Wenn Sie mehr \u00fcber unsere Arbeit wissen wollen, kontaktieren Sie uns. Wir freuen uns auch \u00fcber weitere Lernbegleiter*nnen!<\/p>\n<p>Und hier noch ein kurzer, temporeicher Film aus der Comedor-Lernwerkstatt.<\/p>\n<div style=\"width: 604px;\" class=\"wp-video\"><video class=\"wp-video-shortcode\" id=\"video-2370-1\" width=\"604\" height=\"340\" preload=\"metadata\" controls=\"controls\"><source type=\"video\/mp4\" src=\"https:\/\/comedordelarte.at\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/VIDEO-2021-02-07-11-09-21.mp4?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/comedordelarte.at\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/VIDEO-2021-02-07-11-09-21.mp4\">https:\/\/comedordelarte.at\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/VIDEO-2021-02-07-11-09-21.mp4<\/a><\/video><\/div>\n<p><em>Text: Alexandra Eichenauer-Knoll<br \/>\n<\/em><em>Foto und Film: Witzmann<\/em><\/p> ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der \u00f6sterreichischen Tageszeitung Der Standard vom 6.\/7. 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