Category Archives: Ankündigung

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Weltmenschpreis 2021

Bereits zum 17. Mal wurde am 10.10.2021 der Weltmenschpreis in der schönen Veranstaltungshalle von Schloss Kottingbrunn verliehen. Pandemiebedingt entfiel diese Veranstaltung letztes Jahr, weshalb diesmal vier PreisträgerInnen geehrt wurden. Mehmet Zeki Metin, Buchautor, Initiator und Präsident des Weltmenschvereins, überreichte die Urkunden.

Diesmal wurde auch unser Engagement in Hainfeld gewürdig. Alexandra Eichenauer-Knoll wurde zur diesjährigen, weiblichen Preisträgerin ausgewählt. In ihrer Rede brachte sie zum Ausdruck, dass Gleichgültigkeit, sei es gegenüber Korruption oder gegenüber dem Leid unserer Mitmenschen, ein wesentlicher Grund für Ungerechtigkeit und Unterdrückung bedeutet. Am Ende ihrer Rede sagte sie sinngemäß: „Ich bin nur ein kleines Licht innerhalb der engagierten Menschen und nehme diesen Preis auch für die vielen Menschen entgegen, die täglich für eine bessere Welt leben. Denn: Auch viele kleine Lichter ergeben ein Lichtermeer.”

Die Moderatorin Kaltrina Durmishi führte durch den Abend, dazwischen gab es interessante Musikdarbietungen. Fröhlich und bunt haben wir die kosovo-albanische Volkstanzgruppe “17. Februar“ in Erinnerung und besonders berührend die amerikanische Sängerin Olivia Haynes-Ansari, die zwei afghanische Lieder auf Dari interpretierte. Ihr Mann, der Filmemacher Ali Haynes-Ansari, filmte den Abend. Die Rede von Alexandra gibt es auf Youtube zum Nachzuhören.

Fazit: Es war ein schöner Abend, auch für die kleine „Comedor del Arte“-Familie, die als Begleitung mitgekommen war. Es wäre wünschenswert, wenn nächstes Jahr noch mehr Menschen den 10. Oktober zum Anlass nehmen und einen Weltmenschtag feiern möchten.

Mehr über den Weltmenschpreis und den Weltmenschverein

PreisträgerInnen 2020: Mag. Dr. Margaretha Kopeinig und Peter Haider, Präsident UPF PreisträgerInnen 2021: Mag. Alexandra Eichenauer-Knoll, MA und Dr. Fuat Sanac

 

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Neuer Film über die Leader-Region

Die Leader-Region Mostviertel-Mitte wirbt mit einem neuen Film für ihre Arbeit. Außerdem sollen damit Personen, Vereine oder Initiativen erreicht werden, die sich mit innovativen Ideen an die Leader-Region wenden möchten. In diesem Film wird neben anderen auch das Hainfelder Projekt „Comedor del Arte“ vorgestellt. Es fällt in den förderungswürdigen Bereich: „Stärkung von für das Gemeinwohl wichtigen Strukturen“. Insgesamt sehenswert!

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Mitgefühl statt Hartherzigkeit

Angesichts der dramatischen Ereignisse in Afghanistan hat die Asylkoordination heute ein Forderungspapier präsentiert. Wir verbreiten und unterstützen diese Forderungen gerne. Denn wir bangen mit unseren Freunden und schämen uns für die offiziell postulierte Hartherzigkeit. 2015 war erstens kein Fehler und kann sich zweites auch so nicht wiederholen. Afghanen als Volksgruppe generell zu kriminalisieren und ihnen mangelnde Integrationsbereitschaft zu unterstellen, schmerzt uns und entspricht auch nicht unseren persönlich erlebten Erfahrungen.

Daher unterstützen wir das Forderungspapier der Asylkoordination
 www.asyl.at/solidarischmitafghanistan/

Von der Website der Asylkoordination Österreich

Solidarisch mit bedrohten Afghan*innen: Österreich kann und muss jetzt Menschenleben retten!

Vier-Punkte-Maßnahmenprogramm für die Bundesregierung:

Sofortige Evakuierung von Familienangehörigen, Start von humanitärem Aufnahmeprogramm, Beendigung von Abschiebmaßnahmen sowie rasche Schutzgewährungen.
Die österreichische Regierung darf die akute Bedrohung von Menschenleben durch die Machtübernahme der radikal-islamistischen Taliban Afghanistan nicht länger ignorieren und muss ihren Teil bei der Rettung und Aufnahme von gefährdeten Personen aus Afghanistan beitragen. Viele Menschen aus Afghanistan, die in Österreich Schutz gefunden haben und seit vielen Jahren hier leben, fürchten heute um ihre Geschwister oder Eltern. Sie versuchen gemeinsam mit österreichischen Freund*innen verzweifelt, diesen beizustehen und sie zu retten. Diese Menschen sind Teil der österreichischen Gesellschaft und brauchen die konkrete Unterstützung der Bundesregierung.

Daher rufen wir die Bundesregierung eindringlich dazu auf, raschestmöglich folgende vier Maßnahmen umzusetzen:

1. Sofortige Evakuierung aus dem Krisengebiet
Die zaghaft anlaufenden Evakuierungsbemühungen für österreichische Staatsbürger*innen und Personen mit aufrechter Aufenthaltsberechtigung in Österreich müssen auf Familienangehörige von hier lebenden Afghan*innen ausgedehnt werden. Insbesondere bereits laufende Familienzusammenführungen müssen umgehend abgeschlossen und die Betroffenen auch mit der Hilfe anderer EU-Staaten aus Afghanistan evakuiert werden. Familienzusammenführungen müssen den dramatisch ungewissen Umständen entsprechend unbürokratisch und zügig abgewickelt werden. Dazu braucht es auch eine Aufstockung des Botschaftspersonals in Islamabad und Teheran. Österreich sollte sich darüber hinaus, wie zum Beispiel Frankreich und andere westliche Staaten, für Menschen einsetzen, die mutig für in Europa hochgehaltene Werte wie Gleichberechtigung und Pressefreiheit eingetreten sind.

2. Humanitäres Aufnahmeprogramm
Wir fordern die Einrichtung eines humanitären Aufnahmeprogramms (HAP-Afghanistan) für besonders vulnerable Personen und solche, die nahe Verwandte in Österreich haben. Es muss eine zentrale Stelle eingerichtet werden, bei der Anträge eingebracht werden können. Österreichs humanitäre Aufnahmeprogramme (HAP I-III) für syrische Schutzsuchende zwischen 2013 und 2017 waren Vorzeigeprojekte, bei denen öffentliche Stellen, internationale Organisationen und die österreichische Zivilgesellschaft vorbildhaft zusammengearbeitet haben. Auf diese Erfahrungen kann zurückgegriffen und aufgebaut werden. Eine entsprechende Infrastruktur könnte daher in wenigen Wochen hochgefahren werden.

3. Abschiebevorbereitungen sofort stoppen.
Alle Afghan*innen, die sich zurzeit in Österreich befinden, haben Anspruch auf internationalen Schutz. Angesichts der Tatsache, dass Abschiebungen nach Afghanistan durch die Machtübernahme der radikal-islamistischen Taliban und deren Verfolgungshandlungen gegen religiöse und ethnische Minderheiten und politisch Andersdenkende für absehbare Zeit nicht durchgeführt werden können, fordern wir die umgehende Einstellung sämtlicher Abschiebevorbereitungen. Schubhaft ist keine Strafhaft. Menschen, die nicht abgeschoben werden können, in Haft zu behalten stellt eine rechtswidrige Freiheitsentziehung dar. Mit dem hohen Gut der persönlichen Freiheit muss der Staat äußerst sorgsam umgehen.

4. Rasche Schutzgewährung
In den Asylverfahren muss der grundlegend geänderten Situation Rechnung getragen werden. Schutzsuchende, die zum Teil jahrelang auf den Ausgang ihrer Asylverfahren warten, müssen jetzt endlich internationalen Schutz erhalten. Auch Folgeanträge und neue Verfahren sollen nicht verzögert, sondern – auch im Sinne einer raschen Integration – zügig durchgeführt werden.