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A-capella singen

Nina Braith ist Sängerin und gebürtige Kaumbergerin. Gemeinsam mit Juci Janoska und Eva-Maria Bauer hat sie den Verein AcaLala gegründet. Der Verein möchte Chor und A-cappella Gesang fördern und auch eine Plattform für Vernetzung, Austausch und Fortbildung, sowie für Auftrittsmöglichkeiten sein.

Mit Workshops und Konzerten in den Orten Kaumberg, Bruck an der Leitha und Hollabrunn sind sie letztes Jahr gestartet. Heuer findet das Projekt wieder statt. Im Comedor del Arte gibt es zusätzlich ein kostenloses Workshop. Die Teilnehmer können ebenfalls auf der Araburg auftreten. Dort wird dann auch das Ensemble von Nina Braith zu hören sein – der Beat Poetry Club. Wir freuen uns schon alle sehr auf diesen Abend!

Acalala-Workshop (Acapella singen)
Workshop-Leitung: Nina Braith
15. Mai und 29. Mai von 16.00 – 18.00 Uhr
Konzert auf der Araburg am 9. Juni abends

siehe auch www.acalala.at

(Deutsch) Schneidermeister Ali Hossaini

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Seit wir unser Nähstubenprojekt im Comedor begonnen haben, entwickeln wir Nähworkshops oder Nähprodukte, um sinnstiftend Menschen Integrationsmöglichkeiten zu bieten. Denn viele Personen, Männer wie Frauen, besonders aus Afghanistan und dem Iran, können gut nähen. Für Frauen ist es oft eine Selbstverständlichkeit und auch eine Notwendigkeit, um die eigenen Kinder einkleiden zu können. Viele haben aber auch in Fabriken gearbeitet, im Iran oder in der Türkei.

Ali Hossaini, der im Iran vier Jahre Herrenschneider gelernt hat, ist uns besonders aufgefallen – durch seine Schnelligkeit, aber auch durch seine Geschicklichkeit. Beim Projekt Engelkleidernähen für die Weihnachtsstadt 2017 konnte er auch die anwesenden Werklehrerinnen von seiner Professionalität überzeugen. Für den Weihnachts- und Ostermarkt nähte er uns dann Ofenhandschuhe aus alten Jeansresten. Diese wurden gerne gekauft, waren sie doch innen mit einem bunten Stoff gefüttert. Ich ließ mir sagen, dass so eine Arbeit schon ganz schön knifflig sei.

Um zu sehen, wieviel in Ali Hossaini nun wirklich an Schneiderpotential steckte, ließen wir ihn für Clemens, den Sohn von Franz, einen Anzug anfertigen. Aus Termingründen kam es nur zu einer einzigen Anzugprobe, normalerweise gibt es drei. Ali nähte Clemens einen richtigen Maßanzug und zeichnete sich den Schnitt dafür selbst. Da unsere Maschinen nicht so leistungsstark sind, nähte er die schwierigsten Teile dann im Nähcafé Was IhrWollt! fertig. Ali ist gute Industriemaschinen gewöhnt, das können wir ihm leider nicht bieten. Trotzdem sind wir froh, wenn er uns immer wieder etwas für die Märkte zum Verkaufen näht.

Der nächste Markt ist am Lebensgut in Rohrbach, diesen Samstag, den 5. Mai 2018. Da wir dort einen Sonnenschirm brauchen und der Stoff meines alten Sonnenschirmes sich heuer endgültig aufgelöst hatte, fragte ich Ali, ob er eventuell das Gestell neu überziehen möchte. Zwei Tage später überraschte er uns mit dem fertigen Schirm. Das war ein Spaß! Jetzt überlegen wir: könnte Sonnenschirme reparieren vielleicht eine Marktlücke (in Hainfeld?) sein.

Demnächst besucht Ali die Schneiderwerkstatt Kattunfabrik in Wien, wo sein Können professionell abgetestet wird. Wenn alles gut geht – und das vermuten wir doch sehr – könnte er eine kostenlose dreimonatige Einschulung auf die Markterfordernisse in Österreich bekommen. Ali ist ein guter Schneider. Es wäre wirklich sinnvoll, wenn er wieder in seinem Beruf arbeiten könnte!

Alexandra Eichenauer-Knoll

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5. Mai ist Markttag am Lebensgut Miteinander

Am 5. Mai findet wieder der Frühlingsmarkt am Lebensgut Miteinander in Rohrbach statt. Der Comedor del Arte wird dort auch mit einem Stand vertreten sein, um Basteleien und Taschen zu verkaufen.

Der Markt ist im und rund um den Gemüsegarten der LebensGut Landwirtschaft aufgebaut. Neben biologischen und vielfältigen Jungpflanzen der LebensGut Landwirtschaft gibt es auch handgemachte Naturkosmetik von Pflanzner Naturkosmetik, naturreine ätherische Öle vom Kesselwerk, ess- und trinkbare Köstlichkeiten vom Hendlberghof, Gebasteltes vom Comedor del Arte, Austernpilze von Hut & Stiel, Kunstwerke für Haus und Garten von Blech & Eisen und weiteres aus der Region zu erwerben und zu erkunden. Außerdem wird es einen kleinen Flohmarkt im Theaterstadel geben.

Rahmenprogramm:
– Schaudestillation vom Kesselwerk 11.00 – 12.00 und 16.00 – 17.30
 Uhr
– Mittagessen vom Hendlberghof im Garten 12.00 – 15.00 Uhr
– Ausklang bei Lagerfeuer und Gitarrenmusik ab 18.30 Uhr

Öffnungzeiten: von 10.30 – 18.30 
Uhr
Ort: Prünst 12, 3163 Rohrbach an der Gölsen

(Deutsch) Bunt und lecker – unsere Teilnahme am Ostermarkt in Hainfeld

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Unser Comedor del Arte hat heuer erstmals beim Hainfelder Oster(kreativ)markt mit zwei Ständen teilgenommen. Der Imbiss-Stand im Hof vor dem Gemeindezentrum wurde von Franz betreut und wie immer stand ihm der aus Wien angereiste Pardes Yagdary als Küchenchef zur Seite. Die gelieferten Bolanis und Scottish Eggs wurden dann vor Ort abwechselnd von Mohammad Ahmadi und Hosseain Rezaie in heißem Öl rausgebacken. Bolanis schmecken fast allen und sind so ein fixer Bestandteil aller unserer kulinarischen Außenauftritte geworden. Trotzdem versucht Pardes jedes Mal auch etwas Neues zu bieten, diesmal gab es einen warmen Kartoffel-Kichererbsensalat mit frischem Koriander und dem unaussprechlichen Namen Shor na Chot.

Kekse und Kuchen wurden von Mama Witzmann und mir geliefert. Die Kekse hatte ich erstmalig zum Teil in Säckchen verpackt und mit hübschen Etiketten versehen, das kam recht gut an. Franz war mit dem Verlauf recht zufrieden, für uns ist so ein öffentlicher Auftritt ja auch immer eine gute Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und Menschen sichtbar zu machen.

Auf unserem Stand im ersten Stock war heuer Ladan Zandiyeh das Gesicht zum Fotografieren. Die 19jährige Iranerin hatte schon im Vorfeld eifrig an Schachteln und Kärtchen gebastelt. Ihre hübschen, witzigen Kartons eignen sich besonders für Hochzeiten oder Geburtstage – zum Befüllen mit Gutscheinen, lieben Worten, Fotos und Sprüchen.

Auch Cornelia Fuchs hatte geradezu ein Feuerwerk an Ideen entwickelt, um unseren Stand bunt und abwechslungsreich zu präsentieren. Da gab es fröhlich-duftige Osterdeko aus Karton, Keramiksymbole – als Geschenkanhänger oder auf Äste geknüpft -, Recycling-Kerzen, lustige Tonosterhasen auf Wackelsteinen, in blumiger Serviettentechnik aufgemotzte Ernussdosen oder geritzte Teelichter mit lustigen Sprüchen.

Recycled waren auch die genähten Sachen, die wir von unserem Herrenschneider Ali Hossaini bekommen hatten, Patchwork-Untersetzer, Ofenhandschuhe, Teekannenwärmer und lustige Topflappen in Herzform. Auch die Taschen von Kathrin Mayer aus ihrer 1000taschen Sozialinitiative hatten wir mit. Sie sind zwar relativ teuer, wer aber schon eine solche Tasche besitzt und das berühmte blaue Plastikinnenleben schätzt, kauft gerne nach. Ich selbst hatte ein „Fuchs und Henne“-Spiel, das ich schon einmal für ein Workshop entworfen hatte, drucken lassen und um 4,- verkauft. Spielbohnen im Tütchen gabs um weitere 50 Cent dazu.

Viel Kleinzeugs, und doch: am Schluss hatten wir damit eine lohnenswerte Summe erwirtschaftet. Dank auch an unser Verkaufstalent Renate Höfler. Sie sagte es den Leuten klar und deutlich, worum es bei diesem Marktauftritt schlussendlich (auch) geht: Mit jedem Kauf wird unser Integrationsprojekt unterstützt.

Mein persönliches Resumée: Marktstandlerin sein ist lustig, aber wahnsinnig anstrengend. Am 5. Mai sind wir übrigens wieder auf Kundenfang – am LebensGut Frühlingsmarkt in Rohrbach von 10.30 – 18.30 Uhr

Frohe Ostern wünscht Alexandra Eichenauer-Knoll

Easter holidays

Comedor del Arte is closed during the Easter week. We wish all our friends nice days.

Beginning from tuesday april 2, Franz is in the Comedor again. For urgent questions please call Franz by phone.

(Deutsch) Upcycling für die Osterstadt Hainfeld

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Elisabeth Hasler vom Nähcafé „WasIhrWollt!“ hatte es übernommen, für den Verein „Wir Hainfelder“ Osterschmuck für die Stadt zu basteln. Wir vereinbarten, am 10.3. nachmittags bei uns im Comedor ein Workshop zu veranstalten. Leider war aber just in dieser Zeit und bereits zum zweiten Mal (letztes Jahr dauerte es noch viel länger) die Wasserzuleitung eingefroren. Der Comedor stand ohne Wasser da und die zuständige Hausverwaltung konnte uns auch nicht helfen. Wahrscheinlich müsste man die Leitungen vom Haupthaus aufgraben und das möchte man wohl vermeiden. Alle hofften also auf wärmere Zeiten. 

Daher trafen wir uns bei Elisabeth Hasler im Nähcafé. Auf ihrem Zuschneidetisch hatte sie schon alte Verpackungsbänder in weiß und schwarz, die über Kartons gespannt werden, und weichere bunte Plastikbänder in einem großen Kuddelmuddel angehäuft. Mithilfe von fünf mit Büroklammern gefüllten Tackern sollten diese Verpackungsreste zusammenmontiert werden. Ich war ehrlich gesagt ein bisschen ratlos angesichts dieses Müllberges. Wie sollte das funktionieren?

Franz brachte eine iranische Familie mit, die relativ neu bei uns ist und deren 19jährige Tochter Ladan uns derzeit auch mit kreativen Ideen für den Ostermarkt beschenkt. Bald gesellten sich auch Razieyeh Sahrifi und Nasibe Hazanzada dazu, die beiden sind ja meist bei allen Workshops tatkräftig dabei.

Wir standen um dem Tisch und – ich hätt es nicht gedacht – im Handumdrehen stapelten sich die fertigen Stücke um uns, wobei jede Frau einen eigenen Stil entwickelte. Elisabeth „webte“ solide, quadratische, bunte Flecken. Ladan googelte wie immer zuerst einmal, wobei sie in einem unglaublichen Tempo auf ihrem Handy werkte. Die junge Frau, die im Iran bereits 2 Jahre Architektur studiert hat, kann sehr rasch dreidimensionale Anleitungen erfassen und umsetzen. Und so bastelte sie aus den Bändern Rosen, Gesichter und zuletzt noch Spinnentiere. Nasibes Stücke wiederum waren leicht und hatten oft als Akzent eine kleine Masche. Das war mir schon beim 1000taschen-Workshop aufgefallen. Nasibe liebt Mascherln. Razieyeh wiederum suchte mehr die Goldbänder heraus und ich freute mich daran, Farben und Materialien zu kombinieren. Eigentlich eine schöne Spielerei, dachte ich. Zwischendurch las ich Bänder der Caritas-Haussammlung und beschenkte damit die Frauen. Immerhin sind auf diesem sinnstiftende Sprüche zu lesen, geschrieben im Gottesvertrauen darauf, dass der Frieden einkehren werde.

Während wir bastelten und tackerten, unterhielten sich die anwesenden Männer und testeten den Grieskuchen, den ich erstmals gebacken hatte – schon ein Prototyp für den Ostermarkt. Eine angenehme, entspannte Stimmung herrschte im Laden. Zum Schluss hatten wir 47 Stücke gebastelt und der Müllberg am Tisch war fast verschwunden.

Basteln ist eine Sache, die Objekte dann aber auf Bäume im Straßenraum befestigen die andere. Katerina Zehetmayer, die Leiterin der Ostergruppe von „Wir Hainfelder“ suchte für den darauf folgenden Mittwoch Hilfe beim Bäumeschmücken. Wir baten Ramazan Sadegi und Aref Aminrad, uns zu helfen. Gemeinsam mit einem Gemeindemitarbeiter, der zwei Leitern mitbrachte, starteten wir am Hauptplatz los. Es gab ja nicht nur unseren Recyclingschmuck, sondern auch bemalte Ostereier und sehr hübsche Schmetterlinge, die der Montessori Kindergarten gebastelt hatte, zum Behängen der Bäume. Aref erwies sich dabei als ein äußerst talentierter Kletterer. Der schlanke, langbeinige Mann arbeitete sich behende nach oben. Es war ein Vergnügen ihm zuzusehen. Und so flatterten bald die Schmetterlinge, Ostereier und unsere Objekte im Wind. Nach eineinhalb Stunden fror es uns allerdings schon ziemlich in den Händen, dafür hatten wir fünf Bäume, einige Sträucher und den Schubert Brunnen bei der Gemeinde mit fröhlichem Osterschmuck aufgeputzt. Mögen sie die Stadt erfreuen und vor allem oben bleiben!

Liebe Grüße aus der Osterstadt Hainfeld, Alexandra Eichenauer-Knoll

 

 

 

 

 

Visit us at the Easter market

For the first time, “Wir Hainfelder” are organizing an Easter market.
Similar to Christmas, Comedor del Arte will participate at the market – offering food at a booth outside, and more creative offerings upstairs.
We will display and offer bags, and various home made arts and crafts for Easter. We are looking forward welcoming many visitors!

Easter market 2018

Cultural center and library
City hall Hainfeld
Hauptstrasse 5
Fri March 23, from 9am – 6pm
Sat March 24, from 9am – 4pm

Easter decorations arts and crafts

For the Easter city Hainfeld we will make weatherproof Easter decorations. With bands and drawstrings we will form and weave Easter egg

Workshop leader: Elisabeth Hasler, Nähcafé WasIhrWollt!
Where: Comedor del Arte, Bahnstr. 1/G3, 3170 Hainfeld
Date and time: Saturday, March 10, 2018 from 2pm – 6pm

All who are interested are welcome!

Further info Franz Witzmann: 0650 / 851 08 96

Play theater and learn speaking German

Workshop, saturday,
february 24., april 7., may 26. and june 23., 2018
from 10am to 1pm

Learning German easily. We exercise loudly. We try different situations, for example at the doctor or going shopping. We have fun!

Teacher: Emina Eppensteiner
Place: Comedor del Arte, Bahnstr. 1/G3, 3170 Hainfeld

Registration if possible: Alexandra Eichenauer-Knoll: 0664 / 10 26 798

For children and adults, free of charge!

Many thanks for the support by

(Deutsch) Engelstadt Hainfeld – ein Staffellauf an kreativen Projekten

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Die Hainfelder Weihnachtsstadt 2017 stand ganz unter den schützenden Flügeln jener Himmelsboten, die uns die Frohe Botschaft des Friedens verkünden – den Engeln. Das Weihnachtsteam des Stadtmarketingvereins, dem auch ich angehöre, hatte sich dafür wieder verschiedene Projekte einfallen lassen. Kinderchöre sollten in Engelkleidern auftreten, Rotkreuz-Engel Pakete für ein Sozialprojekt verkaufen, die Keramikerin Martina Aigner einen eigenen Hainfelder Engel gestalten, und auch die Weihnachtsbäume in den Auslagen würden mit Engelschmuck dekoriert werden. Wie schon letztes Jahr gab es im Zuge der zahlreichen Vorbereitungen auch Gelegenheit, die kreativen und geschickten Besucherinnen des Comedor del Arte einzubeziehen.

Das aufwendigste Projekt – Engelkleidernähen

An einem Nachmittag und zwei Abenden trafen sich das Weihnachtsteam und fünf Näher bzw. Näherinnen des Comedor del Arte zu je 4 Stunden im Werkraum der Volksschule Hainfeld. Elisabeth Hasler vom Nähcafe WasIhr Wollt! leitete das aufwendige Projekt mit dem Ziel, 40 Engelkleider in unterschiedlichen Größen zu erzeugen. Es war ein intensives, aber auch fröhliches Werken, die Nähmaschinen surrten und sogar ich, die ich wahrlich nicht nähaffin bin, wurde im Zuschneiden eingeschult. Sehe ich heute die Fotos der Kinder in den Engelkleidchen – die 2 Volksschulchöre, den Montessori-Kindergartenchor und unsere Rotkreuzengerl – so bin ich wirklich stolz auf unsere fleißigen Schneiderinnen, namentlich auf die Schneider Ali Hossaini und Ali Nazemi, sowie auf die Schneiderinnen Raziyeh Sharifi, Nasibe Hasanzada und Raziyeh Nasemi.

Da dieses Engagement wirklich überdurchschnittlich arbeitsintensiv war und alle sehr engagiert und zeitgerecht mithalfen, konnte ich den Verein Wir-Hainfelder dazu gewinnen, uns als Dankeschön Geld für vier Sozialcomputer zu spenden.

 

Womit wir beim nächsten Projekt sind

Projekt Nähen im Tausch gegen Sozialcomputer

Der St. Pöltner Verein Gesa verkauft für „sozial schwache Menschen“ sogenannte „Sozialcomputer“. Darunter versteht man gespendete, gebrauchte Computer, die komplett neu aufgesetzt werden. Ich hatte ein Paket zu 66,- Euro/Computer zusammengestellt, inkl. allem drum und dran, das es braucht, um dann auch richtig losstarten zu können. Der bürokratische Aufwand dafür war allerdings erheblich, da nicht nur alle Ausweise in Kopien vorliegen mussten, sondern auch die einzelnen Einkommensnachweise, und dafür war in jedem Fall eine andere Einrichtung zuständig, befinden sich die Personen doch in unterschiedlichen Betreuungsverhältnissen und rechtlichem Asylstatus. Franz holte dann die Computer ab und brachte sie in die einzelnen Wohnungen. Ein Meilenstein für die meisten Leute! Nun können sie wesentlich besser surfen, Filme ansehen und vor allem Deutsch lernen.

Wir planen übrigens heuer auch Computerkurse anzubieten, um Programme wie Word oder Excel zu schulen. Die Ausstattung einiger Familien mit diesen „Sozialcomputern“ ist also schon als ein erster Schritt in diese Richtung zu sehen – nämlich Menschen auch EDV-fit zu machen. Danke in diesem Zusammenhang an den Stadtmarketingverein und an Martin Fuchs, der das Internet bei Ali installiert hat. Einen Wertkartencube zu installieren braucht starke Nerven!

Projekt Kreativmarkt: wir vertreten 3 Sozialprojekte!

Durch den Kontakt zur Firma Gesa wurde ich auch auf andere Bastelarbeiten aufmerksam, die die Firma Gesa selbst auf Märkten vertreibt und entschloss mich, einige Stücke ihres Recycling-Schmucks am Hainfelder Kreativmarkt feilzubieten. In der Gesa-Werkstatt werden alte Computer zerlegt und kleine Teile davon in Ringe und Ohrringe mittels Kunstharzguss verpackt. Sieht wirklich hübsch aus! Ich teilte den Schmuck auf die Papierschachteln auf, die Ali letztes Jahr mit Seiten aus einem Tierbuch angefertigt hatte.

Auch ein weiteres Sozialprojekt fand auf unserem Tisch Platz. Wir verkauften die Taschen von Kathrin Mayer, die das Projekt 1000taschen seit Jahren erfolgreich leitet und uns auch ihre spezielle Technik in einem Workshop bereits 2016 gelehrt hatte. 1000taschen vertreibt ausschließlich über Benefizprojekte, ich bin schon lange ein großer Fan dieser Idee.

Und dann gab es ja auch die Produkte aus unserer eigenen Werkstatt: Taschen und Ofenhandschuhe, die Ali aus alten Jeans angefertigt hatte. Und last but not least: Socken von Poldi Witzmann aus der Bernau sowie Schmuck und getrocknete Steinpilze von Cornelia Fuchs.

Ein bunter Warenkorb also, mit dem wir am Hainfelder Kreativmarkt Mitte Dezember vertreten waren. Danke an alle, die mich dabei unterstützten. Je mehr Leute am Stand verkauften, desto lustiger war es. Danke an Renate, Cornelia und Elfi! Speziellen Dank auch an Cornelia Fuchs, die live aus alten Atlanten Riesensterne bastelte. Das interessiert die vorbeiziehenden Leute! Man will ja schließlich nicht nur kaufen, sondern auch schauen!

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Wie es zu dem Projekt Riesensterne basteln kam

Helga Czerny, die das Weihnachtsteam leitet, bat uns vom Comedor del Arte, noch 20 Riesenpapiersterne zu basteln, damit sie beim Kreativmarkt genug Schmuck für den Kultursaal und den Stiegenaufgang habe. Ein weiteres Projekt war damit initiiert! Wir trafen uns dafür in einer fröhlichen Runde bei mir zu Hause eines samstagsnachmittags: Renate, Cornelia und ihr Sohn Mario, Mohammad, Hussein, Sleman und ich. Bei so viel geschickten und fleißigen Menschen geht was weiter: zum Schluss hatten wir 38 Sterne. 20 gaben wir Helga, den Rest verkauften oder verschenkten wir beim Kreativmarkt. Es ist doch schön, auch etwas zum Verschenken zu haben!

Projekt Ess-Stand

Während wir am Kreativmarkt im warmen Kultursaal den Comedor vertraten, betreute Franz Witzmann währenddessen den Esstand unten im Freien. Pardes, unser Koch, war wieder aus Wien angereist, um für uns zu kochen. Auch Atef war aus St. Pölten gekommen, um uns zu helfen. Auf Vermittlung von Franz arbeitet Atef jetzt ehrenamtlich bei Emmaus St. Pölten mit und verkauft auch auf deren Flohmarkt. Und so strahlte er auch auf unserem Stand und konnte mit soliden Deutschkenntnissen im Verkauf helfen. Neben Bolanis und Samosas gab es heuer neu im kulinarischen Comedor-Angebot gekochte Eier, die mit Kartoffelfülle ummantelt und herausgebraten wurden. Um die Speisen warm anbieten zu können, kaufte Franz noch im letzten Moment eine Kochplatte. So konnte alles im Wok auf Anfrage fertig herausgebraten werden.

Hab ich jetzt schon alle Projekte aufgezählt? – nein, da fehlt noch das…

Projekt Engel nähen als Christbaumschmuck

Der Comedor wurde eingeladen, einen Baum in den Auslagen der Hainfelder Geschäfte zu übernehmen und dafür etwas zu produzieren. Elisabeth Hasler leitete den Workshop im Rahmens eines Nähstubensamstags mit einer Vorlage ein, aber es ist vor allem Cornelia Fuchs zu verdanken, dass dann auch wirklich so viele Stoffengel fertig geworden sind! Danke!! Schlussendlich landeten sie in der Auslage von Thür Mode & Trends. Ich finde, zu den ausgestellten Jeansprodukten passten sie auch besonders gut!

 

Sehr erfolgreich wurden übrigens auch die Überraschungspakte, die mit verschiedenen Spenden der Hainfelder Geschäfte gefüllt waren, durch die Rotkreuzengerl verkauft. Gelegentlich fanden sich darin auch noch Stoffsterne unserer fleißigen Comedor-Näherinnen, die bereits letztes Jahr produziert worden waren…

Und so ergab wieder einmal eins das andere. Mit Kreativität und guten Ideen, Einsatzbereitschaft und guter Laune wird vieles möglich – und ein Projekt reicht den Staffelstab dem nächsten weiter!

Einen guten Start ins Neue Jahr wünscht

Alexandra Eichenauer-Knoll

PS Haben Sie übrigens die Frohe Botschaft der Engel vernommen? Sie ist genauso verheißungsvoll wie radikal: es gibt nur ein rettendes Miteinander zwischen uns Menschen – ein Miteinander im Frieden! Und dafür muss das Trennende überwunden werden, sonst bleibt die Botschaft ein Traum. Lassen wir diese Botschaft also nicht nachlässig verkommen! Sie täglich neu zu erproben macht das Leben meiner Meinung nach erst so richtig lebenswert.

 

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Auch wir machen Weihnachtspause. Ab 9.1. 2018 sind wir wieder da – mit neuen Ideen und Angeboten. Wir wünschen allen unseren Freunden und Besuchern, Spendern und Helfern eine gesegnetes Weihnachtsruhe und friedliche Tage.

Alexandra und Franz

(Deutsch) Workshop Scherenschnitt

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Am 11. November fand im Comedor von 14 bis 18 Uhr der Workshop Scherenschnitt statt. Julia Dossi, eine Wiener Illustratorin und Medienarbeiterin hatte schon letztes Jahr den Workshop Collage bei uns geleitet und uns begeistert.

Auch heuer lief es wieder sehr entspannt und fröhlich ab. Zuerst zeigte uns Julia Arbeiten auf dem Computer, viele davon von berühmten Künstlern. Es war ihr wichtig die Bandbreite der Scherenschnitttechnik aufzuzeigen. Und auch wenn ihre Zuhörer/innen die deutsche Sprache meistens nicht so gut beherrschten, so verstanden sie doch die Bilder umso besser. Danach ging das Werken los. Manchmal waren über 25 Personen im Raum, davon viele Kinder, aber auch eine Dame mit an die 90 Jahren. Alle waren eifrig, viele Kinder bastelten sogar mehrere Laternen. Es war wirklich ein Spaß! Franz fotografierte und dabei entstanden wieder unzählige, lebensfrohe Fotos.

Julis Dossi schrieb uns noch über diesen Nachmittag: „Ich fand auch, dass es sehr schön und lustig war, und am besten hat mir gefallen, dass alle Teilnehmer – kleine Kinder, große Kinder, Männer, Frauen, Mütter, Väter, Geschwister, Hiesige und Zuagroaste – so enthusiastisch und kreativ mitgewirkt haben und ihre eigenen Ideen so vielseitig, bunt und individuell zum Ausdruck gebracht haben. Es war ein belebter, äußerst geselliger, konzentrierter und gemütlicher Nachmittag, an dem so viele hübsche Arbeiten entstanden sind. Das kommunikative, gemeinschaftliche Arbeiten im Comedor hat mir, wie schon beim letzten Besuch, sehr gut gefallen. Dankeschön an alle begabten Teilnehmer und die gute Organisation!“

 

Danke an die Leader-Region, die diesen Workshop unterstützt hat!

Comedor booth at Kreativmarkt

For the third time, Comedor del Arte will participate in the Kreativmarkt Hainfeld. A booth will be set up in the City Hall courtyard, and you can purchase soups, bolanis, falaffel, desserts and herbal teas. We are pleased that Pardes Jagdari will travel to Hainfeld from Vienna leading the kitchen staff!

Comedor del Arte will also have a table in the first floor this time around, where we will offer various bags and homemade sewn items. The popular 1000taschen will be available at our table. Many thanks to Kathrin Mayer for providing these bags, which are usually only available through social projects.

Hainfelder Kreativmarkt
City Hall
December 15 / 16
9am – 6pm

(Deutsch) Mit Parisa und Paria beim Kinderfreunde-Halloween-Basteln

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Bettina Pitterle, die Frau des Hainfelder Bürgermeisters und Leiterin der Kinderfreunde Hainfeld, hatte mir unlängst angeboten, doch mit ein paar von „unseren“ Kindern zum Kinderfreunde-Halloween-Basteln zu kommen.

Nun kann ich persönlich mit Halloween eigentlich gar nichts anfangen, bis auf die Tatsache vielleicht, dass ich schon seit den Anfängen dieser Mode in unserer Alpenrepublik gerne Kürbissuppe koche und Kürbisse abbrate und das ganz im Gegensatz zu meiner Mutter, die diese Tradition noch nicht pflegte. Angeblich ist Halloween ja jetzt ganz offiziell zum österreichischen Brauchtum erklärt worden. Und zwar in Zusammenhang mit den vielen halblustigen Fragen, die das neue Vermummungsverbot aufwirft. Naja, mag sein, für mich war auch das Oktoberfest immer typisch bayrisch und das sehen heute viele Österreicher ebenfalls anders.

Sei´s drum! Viel wichtiger ist doch, die freundliche Einladung als Chance für Integration zu begreifen. Und so war es dann auch. Am Nachmittag des 27. Oktober 2017 marschierten also die Zwillingsschwestern Parisa, Paria, ihre Mama Razie und ich Richtung Kinderfreundehaus in der Feldgasse. Auf dem Weg dorthin bestaunten wir schon einen zu einem Gesicht ausgeschnittenen Kürbis auf einer Hausmauer. Erste Einstimmung. Die Kinder fanden das lustig. Ganz einfach.

Als wir ankamen, ging es bei den Kinderfreunden schon hoch her, viele Kinder und Mütter bastelten mit großem Eifer dekorative Kürbisinstallationen, die beim Bastelprofigeschäft Gramm bestellt worden waren. Die Zierkürbisse wurden also nicht ausgeschnitten, sondern nur in einem Korb mit Rinden, Kastanien und Blättern dekoriert. Davor konnte man ihnen mit Klebepistolen Augen aufdrücken und mit dicken Stiften Nase und Mund ins Gesicht malen. Kinderfreundlich und ungefährlich.

„Meine“ Familie verstand rasch, was zu tun war. Es funktionierte, so wie es auch bei den Nähworkshops läuft – fast ohne Worte. Man sieht die anderen tun und tut es dann auch.

Nachdem zwei hübsche Kürbisdekos gebastelt waren, schauten wir uns noch etwas im Kinderfreundehaus um. Vor allem die lustigen Bewegungsspiele fanden Anklang, die zwei Pedalos waren im Dauereinsatz. Immer gab es dabei eine Hand, die den Kindern gereicht wurde, um dieses nicht ganz einfache Bewegungssspiel zu lernen. Zwischendurch wurde auch gemalt und die Kinderküche bestaunt. Abschließend stellten sich die Kinder noch für ein „NÖN-Foto“ zusammen. Ein Ritual, das die Kinder schon gut beherrschen.

Nach knappen zwei Stunden gingen wir wieder nach Hause, oder besser fuhren wir nach Hause, denn Franz hatte uns aufgrund des inzwischen einsetzenden, heftigen Regens mit dem Auto abgeholt. Beim Hinausgehen schenkte Bettina Pitterle Parisa und Paria noch zwei Papiermasken. Das war natürlich eine ganz besondere Freude.

Und ich stelle fest, dass alles gut gelaufen war, obwohl ich „meinen“ Leuten nicht die tiefere Bedeutung von Halloween erklärt habe. Vieles verdeutlicht sich in unserem Leben und unserer Kultur zum Glück ja auch ohne Worte. Grundsätzlich plage ich mich ein wenig mit dem komplexen Begriff Integration, was bedeutet er konkret, von Fall zu Fall? An diesem Nachmittag war es mir klar: zuschauen und nachmachen, ganz einfach!

Alexandra Eichenauer-Knoll