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Hainfelder Filme feiern Premiere!

Dank der zahlreichen Themenideen der Hainfelderinnen und Hainfelder konnten „Die Filmchronisten“ in den vergangenen eineinhalb Jahren in der Stadtgemeinde fünf Kurzfilme gestalten, die am Mittwoch, den 19. Juni im Stadtkino Hainfeld erstmals öffentlich präsentiert werden.

„Die Filmchronisten“ – ein Projekt der LEADER-Region Mostviertel-Mitte – gestalteten fünf rund fünfzehnminütige Kurzfilme, die nun erstmals öffentlich präsentiert werden. Unter anderen trafen die Filmchronisten auch unseren lieben und leider viel zu früh verstorbenen Franz  im Comedor del Arte. Das Porträt heißt:  „Gelebte Visionen“.

Weitere Filme, die gezeigt werden:

„Hainfeld brennt“ : ZeitzeugInnen berichten über den Mai 1945, als Hainfeld in den letzten Kriegstagen zerstört wurde .

„Hainfelder Künstlerparadies“:  Besuch der Jugendstilvilla von Gottfried Höllwarth und Isolde Joham

„Jahrhundertbrauerei Hainfelder Bier“

„Ursprung der Sozialdemokratie“

Wann: Mittwoch, den 19. Juni um 19:30 Uhr

Der Eintritt ist frei –
Kartenreservierung ist unter der Tel. Nr. 02764/7833 unbedingt erforderlich! 

Weitere Informationen zum Projekt, kommende Termine und – nach der Premiere – auch alle fertigen Filme sind unter www.filmchronisten.at zu finden.

(Deutsch) Warum ich im Deutschkurs so gerne spiele

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Ich unterrichte seit Herbst 2022 in der Pension Klammgruberhof, acht Kilometer von Hainfeld, Deutsch. Damals hat mich Uschi Berthold vom Neulengbacher Verein „Ankommen in Würde“ gebeten, sie zu unterstützen. Ich fahre sehr gerne hin und habe inzwischen schon mehrere Kursgenerationen an Bewohnern kennengelernt.

Unter einer Kursgeneration verstehe ich eine Gruppe an Menschen, die gerne zusammen in den Kurs kommen, sich unterstützen und auch Spaß miteinander haben können. Meist ist eine starke Persönlichkeit dabei, die besser Deutsch oder Englisch spricht, die anderen auch übersetzen und die man verlässlich kontaktieren kann. Und irgendwann zerfällt diese Gruppe wieder und es muss sich eine neue formieren. Aufgrund dieser Problematik ist es fast unmöglich, einen durchgängigen, aufbauenden Kurs zu leiten oder ein A0- oder A1-Buch zu probieren. Das ist schade, denn manche Personen müssen über ein Jahr bleiben und bekommen in dieser Zeit keinen Kurs bezahlt (zB Personen aus Afghanistan oder Somalia). Es ist wirklich vesäumte Lebenszeit und mit dem Warten steigt auch die Anfälligkeit für Depressionen.

So liegt es an uns, mit größter Flexibilität und möglichst stets gut gelaunt in der Rolle der Deutschlehrerin anzutreten. Ich habe mein Anliegen längst geändert: Mir geht es vor allem darum, Kontakt zu den Menschen dort zu bekommen oder zu halten, um Fragen zu beantworten (Jedes Jahr wieder: Was ist Ostern? und Achtung: Am Ostermontag sind die Supermärkte geschlossen!). Einfach da und dort behilflich sein können, zB wenn jemand für seinen Sohn ein Fußballtraining sucht oder wenn bestimmte Kleidung benötigt wird.

Da auch immer wieder Kinder anwesend sind, vor allem in den Ferien, bin ich in letzter Zeit dazu übergegangen, vor allem Spiele zu spielen.

Dabei können alle integriert werden, ja sogar Leute, die kaum ein Wort Deutsch sprechen.

Beim Spiel geht es ja bekanntlich auch ums Glück! So hat letztes Mal ein Kurde, der noch gar nicht der deutschen Sprache mächtig ist, haushoch beim Kinder-Scrabble gewonnen. Ich hatte dieses Spiel im Secondhand-Laden besorgt und wollte ausprobieren, ob es sich für den Deutschkurs eignet. Ja, es eignet sich sogar sehr gut!

Beim Spiel kommt einfach Spaß auf und die Leute entwickeln einen Ehrgeiz, der auf ein ganz konkretes Ziel gerichtet ist. Klare Regeln, die für alle gleichermaßen gelten, geben eine Struktur und Sicherheit.

Unlängst probierten wir sogar ein wirklich schwierige Spiel aus, ich selbst wäre nicht auf diese Idee gekommen. Aber ein Mädchen hatte sich in der Volksschule ein Spiel ausgeborgt und mich gebeten, es ihr zu erklären. Es war ein Spiel der Wirtschaftskammer Niederösterreich, Sektion Transport, und es ging darum, Waren quer durch Europa zu führen. Wer auf ein gelbes Feld kam, musste eine „Zufallskarte“ ziehen, die den Spielverlauf auch ändern konnte, zum Guten und zum Schlechten. Bitte was bedeutet das Wort „Zufall“? Alleine mit dieser Frage verbrachten wir einige Zeit… Ehrlich gesagt, das Spiel war so kompliziert, dass ich das Experiment abbrach und das Mädchen und ihren Vater zu mir nach Hause einlud, wo wir es gemeinsam mit meinem Sohn durchspielten. Mein Sohn Max liebt es zum Glück, neue strategische Spiele auszuprobieren. Also ja, dieses Spiel ist eher für eine fortgeschrittene Deutschgruppe geeignet, aber vielleicht nehme ich trotzdem einmal ein DKD oder ein Zug-um-Zug in den Deutschkurs mit…

Ich freue mich über weitere Anregungen und natürlich auch über Spielespenden. Diese müssen allerdings komplett sein. Einen Würfel kann man schon mal ersetzen und auch einen Spielstein, aber sonst sollte das Spiel vollständig sein. Sehr hilfreich ist auch, wenn eine Anleitung enthalten ist. Gerne nehme ich auch komplette Puzzles – für Kinder, aber auch ältere Personen ist dies ein angenehmer Zeitvertreib.

Kurzum: Ich spiele gerne in meiner Deutschlerngruppe, denn so können auch andere Talente als nur die Sprachkompetenz eingesetzt werden. Strategisches und organisatorisches Geschick sowie logisches Denken können über so manche Sprachdefizite hinweghelfen, oder sagen wir besser, man kann sie damit „leichter überspielen“. Und ist das nicht auch eine wichtige Übung, um irgendwann auf eigenen Füßen zu stehen, wenn es dann nach dem Erhalt des ersehnten Bescheides endlich losgehen darf?

Herzliche Grüße, Alexandra Eichenauer-Knoll

(Deutsch) Gut gemeint, aber irgendwie trotzdem herzlos.

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In der Tageszeitung Der Standard vom 5. – 7.1.2024, ist als Kommentar der anderen auf Seite 42 folgender Artikel erschienen:

„Wie aus Chaos Chance wird“
Von Stephanie Krisper und Yannick Shetty

Der Artikel  ist auch online nachlesbar und hat mich zu folgendem Leserbrief angeregt:

Ich begleite seit nunmehr zehn Jahren ehrenamtlich geflüchtete Menschen, mit Sprachförderungen und diversen Kulturprojekten, die wir als Verein auf die Beine gestellt haben. Gemeinsames, zielorientiertes Tun vermittelt unsere Werte am wirksamsten, fördert Sprachkompetenz und den vielzitierten Integrationsprozess. Ich kann mich daher mit dem Satz „Es ist Zeit für professionelle und kompetente Sachpolitik.“ gut identifizieren. Auch der Ansatz „dass man das Individuum sieht, jeden Menschen nur nach seinem eigenen Handeln beurteilt.“ Und natürlich bin ich auch für Deutsch- und Wertekurse „ab Tag eins“. Die derzeitigen Verordnungen diskriminieren einzelne Nationen, so wird zB Personen aus Afghanistan und Somalia während ihres laufenden Verfahrens, das ja auch mal länger als ein Jahr dauern kann, keine Deutschkursförderung zugestanden. Für mich völlig unverständlich, denn wenn man Asylsuchende individuell betrachtet, gibt es aus allen Ländern bildungsferne und sprachlich hochbegabte Menschen. Ich schenke immer wieder Personen aus Afghanistan, denen ich zutraue, es alleine zu schaffen, neue A1-Bücher. Aber es braucht schon sehr viel eigene Antriebskraft, Strukturiertheit und Selbstlernkompetenz, um so Deutsch zu lernen.

Natürlich bin ich auch für eine Öffnung des Arbeitsmarktes, zB wie in Deutschland in einem Stufensystem, frühestens nach drei bis spätestens für alle nach neun Monaten, denn nichts wollen die Menschen lieber als rasch auf eigenen Füßen stehen, so wie sie es aus ihren Herkunftsländern ohne Prädikat Sozialstaat ohnehin gewohnt sind. Und Menschen brauchen eine Perspektive.

In diesem Absatz des Artikels befremdet mich allerdings ein Satz der beiden Experten für Asyl, Migration und Integration: „Der Zugang zum Arbeitsmarkt wird geöffnet, das verhindert ein Abdriften in Kriminalität oder Radikalisierung.“ Entweder Kriminalität oder Radikalisierung, ist das alternativlos? Welche Feindbilder, von denen man sich doch zu distanzieren meint, werden damit insinuiert? Gibt es dafür wirklich seriöse, statistische Belege? Aus meiner persönlichen Erfahrung sind das jedenfalls nicht die zwei gravierendsten Folgen eines verunmöglichten Arbeitsmarktzugangs für gerade erst in Österreich angekommene Personen. Da fehlen doch zwei wichtigere Argumente, die auch volkswirtschaftlich relevant sind, weil sie uns mit Kosten bzw. mangelnden Einnahmen belasten.

Erstens suchen sich die Menschen illegale Arbeit, sofern sie ihnen geboten wird, womit dem Staate Steuereinnahmen entgehen und somit auch für Zugewanderte das System Pfusch zum Normalzustand wird. Und Betroffenen sind immer wieder systematischer Ausbeutung ausgesetzt. Ich denke allerdings nicht, dass die Autoren dieses Phänomen mit der von ihnen angesprochenen Kriminalität meinten, denn sonst würden sie ja im Umkehrschluss auch alle Österreicher/innen, die pfuschen, und deren österreichische Auftraggeber/innen als Kriminelle bezeichnen. Und das ist doch politisch heikel.

Persönlich, und damit komme ich zum zweiten, erlebe ich aber vor allem eine andere Folge der Untätigkeit: Depression. Es ist wirklich ein Jammer, wenn Menschen, die nach einer anstrengenden, gefährlichen Flucht nach Österreich kommen, und entsprechend viel Adrenalin in sich gebunkert haben, danach abrupt zur Untätigkeit verdammt werden, im schlechtesten Fall fernab der Stadt in Abgeschiedenheit. Das untätige Warten führt zu Gedankengrüblereien, ungewöhnlicher Müdigkeit untertags, Schlafstörungen in der Nacht, diffusen Kopfschmerzen, Konzentrationsmangel bis hin zu Depression. Auch krankhafte Essstörungen können eine Folge von zu lang andauernden Verfahren sein. Für die Allgemeinheit entstehen Kosten durch Arztbesuche und Medikamente. Gut, dass es diese Möglichkeiten gibt, aber schlimm, wenn sie vermeidbar gewesen wären. Die Menschen verlieren den Elan der ersten Monate, stumpfen ab und verstehen oft selbst nicht, was mit ihrer Psyche passiert.

Wenn wir geflüchtete Menschen fair und wertschätzend behandeln, und nicht a priori als Kriminelle und Sozialschmarotzer verdächtigen, wäre es volkswirtschaftlich für alle ein Gewinn. Das meine ich – nicht aus Naivität, sondern aus meiner persönlichen Erfahrung.

Mit freundlichen Grüßen,

Alexandra Eichenauer-Knoll
Obfrau Verein Herzverstand, Hainfeld

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Zehntausende Menschen demonstrieren inzwischen in Deutschland, nachdem die Rechercheplattform Correctiv über ein Geheimtreffen von rechtsextremen Vordenkern berichtet hat. Mehr dazu

Gut, dass auch Österreich langsam aufwacht!

Wir stellen uns klar gegen Verhetzung und Angstmacherei und möchten nicht von PolitkerInnen regiert werden, die unsere FreundInnen und Menschen, für die wir uns schon lange einsetzen, in Angst und Schrecken versetzen. Durch zunehmende Diskriminierungsversuche und sogar Vertreibungs bzw. Remigrationspläne, wie bei dieser Geheimkonferenz in einem brandenburgischen Hotel besprochen.

(Deutsch) 23 Kinderwünsche erfüllen

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Am 21.12. um 16 Uhr fand die Weihnachtsfeier des Jahres 2023 im Quartier Klammgruberhof in der Bernau statt. Ich brachte 23 Geschenke mit, die von der Firma Eichberger organisiert und wunderhübsch verpackt worden waren und welche sich die Kinder vorher in einem selbstgestalteten Katalog aussuchen durften. Finanziert wurden die Geschenke vom Hainfelder Elektrohändler IP:Farcher. Uschi Berthold, die sogar zweimal wöchentlich dort Deutsch unterrichtet, brachte weitere Spielsachen mit (unten im Bild als Weihnachtsfrau und DJ). Wir aßen Kekse, tranken Saft, die ukrainischen Familien sangen zwei Lieder – alles in allem ein gelungenes Projekt und ein gemütlicher Nachmittag im Versuch etwas Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen.

Es gibt von diesem Tag ein hübsches Foto: die Päckchen auf und vor dem Kamin drapiert, im ehemaligen Speisezimmer, das wir jetzt für die Deutschlerngruppen verwenden dürfen. Eine für diesen Ort seltene Eleganz verbreitet sich auf dieser Aufnahme.

Das Besondere an dieser Aktion ist aber auch, dass diese Geschenke von den Kinder selbst ausgewählt worden waren. Sie durften nämlich die Spielsachen aus einer Mappe auswählen, die wir in einer Deutschlerngruppe zusammengestellt hatten. Ich hatte davor bereits in einem Spielekatalog jene Dinge, die mir sinnvoll erschienen und mit bis zu 25,- Euro ausgepreist waren, markiert. Diese Fotos schnitten wir dann aus, klebten sie auf weißes Papier und ich beschriftete und nummerierte sie. Ich hatte versucht, ein möglichst abwechslungsreiches Angebot zusammenzustellen – von einer Einschlafmusikaufziehpuppe für Babys bis zu Skateboards, von Holzbauklötzen bis zu einer Harry Potter-Figur, von Schmuckbastelsets bis zu einer Holzeisenbahn. Jedes Angebot hatte eine Nummer, die Kinder mussten dann nur ihre Namen in eine Liste schreiben oder schreiben lassen und die gewünschte Nummer eintragen.

Besonders ist auch, dass eine Hainfelder Firma von sich aus an uns mit dem Wunsch herangetreten war, für Kinder Geschenke zu sponsern. Auf dem Foto ist Isabella Farcher zu sehen, wie sie die Geschenke für den Klammgruberhof aus ihrem Auto holt. Die Aktion war übrigens zweigeteilt: Ich organisierte die Geschenke für die Kinder am Klammgruberhof und Elfi Hasler, Obfrau des Vereins „Wir Hainfelder“, organisierte gemeinsam mit der RK-Tafel Leiterin Brigitte Holubar die Geschenke für die Kinder, die zur Rotkreuz-Tafel kommen.

Ein kleiner Wermutstropfen für mich war, dass sich niemand Gesellschaftsspiele ausgesucht hatte. Wahrscheinlich muss ich mich wieder mehr bemühen, diese zu erklären und bekannter zu machen. Darum war ich in den Ferien jetzt schon zweimal am Klammgruberhof und habe mit den Kindern gespielt – UNO, Memory und Dobble.

Spielerisch Deutsch lernen – in den Anfangszeiten des Comedor del Arte fanden Spielenachmittag wöchentlich mittwochs statt. Vielleicht sollte ich das wieder regelmäßiger anbieten. Damit Lernen auch mit Sicherheit Spaß macht! Außerdem: Spielevermittlung ist auch Kulturvermittlung.

Das war mein Weihnachtsbericht 2023.

Herzliche Grüße, Alexandra Eichenauer-Knoll

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Liudmyla Borysenko, kurz Mila genannt, wohnt seit längerem in Hainfeld. Ich kam mit ihr erstmals in Kontakt bei der Rot-Kreuz Tafel vor dem Heiligen Abend 2022, als Liudmyla ein ukrainisches Weihnachtslied sang. Diese erste Begenung war so speziell, dass ich darüber auch eine Weihnachtsgeschichte in unserem Blog geschrieben habe.

2023 trafen wir uns mehrmals zum Singen mit FreundInnen. Über Olena Zechner, einer Ukrainerin, die schon seit langem in NÖ lebt, arbeitet und verheiratet ist, und die sie zu einem UkrainerInnentreffen nach St. Pölten einlud, entstand dann die Idee, eine Theatergruppe zu gründen und ein ukrainisches Weihnachtsstück aufzuführen.

Die 58jährige ausgebildete Kulturmanagerin hatte ja verschiedenste Kulturjobs in ihrer Heimat, u.a. leitete sie auch eine Theatergruppe. Ich finde es schön, dass sie mit dieser Theaterarbeit nun auch in ihrer Sprache arbeiten kann und anderen UkrainerInnen hier ein Stück weit Heimatgefühl und Traditionspflege vermitteln kann.

Nächste Woche ist es dann so weit: „Die tanzende Ziege“ wird zweimal in St. Pölten aufgeführt. Liudmyla führt nicht nur Regie, sondern wird auch die Ziege spielen. Die Maske dafür hat sie sich selbst gebastelt, allein diese ist schon ein Kunstwerk!

Die Grafik für die Werbung haben wir zusammen gemacht. So konnte ich sie auch ein bisschen unterstützen.

DIE TANZENDE ZIEGE – GESPIELT VON DER GRUPPE SONNENBLUMNE

Donnerstag, 11.01.24, 16.00 Uhr: Caritas Lilienhof, Stattersdorfer Hauptstraße 62, St. Pölten
Sonntag, 14.01.24, 12.00 Uhr: Pfarrkirche Maria Lourdes, Kremser Landstraße 48, St. Pölten

Zum Download:

Reklame_Theater

Alles Gute für das Jahr 2024!

Alexandra Eichenauer-Knoll

(Deutsch) Reflektorbänder für mehr Sicherheit auf der Straße

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Die Einreichung für eine Bushaltestelle vor dem Quartier für geflüchtete und vertriebene Personen in der Bernau bei Hainfeld wird von der Stadtgemeinde Hainfeld dankenswerterweise auf Anregung unserer Initiativgruppe beantragt. Das ist ein erster wichtiger Schritt – siehe auch den Blogbeitrag dazu.

Unklar ist aber, ob die Haltestelle bewilligt wird und wenn ja, wann sie wirklich fertiggestellt sein könnte. Ferdinand Keiblinger hatte daher die Idee, erstmal die Leute mit Reflektorbändern vom ÖAMTC auszustatten. Eine gute Idee, das fanden auch wir vom Verein Herzverstand. Denn in der Tat hören wir inzwischen von AnrainerInnen, dass diese sich erschrecken, wenn auf einmal Menschen in der Dunkelheit am Straßenrand auftauchen.

Daher haben wir die Kosten von € 366,- für 40 Bänder-Sets für Erwachsene und 20 für Kinder übernommen. Bei den Kindern sind auch Smileys für die Schul- oder Kindergartentaschen dabei. Alexandra hat diese dann im Rahmen ihrer Deutschlerngruppe verteilt.

Das Foto zur Aktion: Beim Kreativmarkt am 16.12. (Anmerkung: Der Verein Herzverstand hat wieder das Kaffeehaus übernommen.) kam Ferdinand Kaiblinger in Begleitung von UkrainerInnen unterschiedlichen Alters und wir machten ein Foto für die Presse. Zufälligerweise waren Erich Lux, Herzverstand-Vorstandsmitglied, und Gerhard Ernst, Herzverstand-Rechungsprüfer, auch anwesend.
Kinder v.l. Diana Cherenchuk (5 Jahre) und Denis Kushch (4 Jahre)

Erwachsene v.l. Tetiana Cherenchuk, Erich Lux, Ferdinand Kaiblinger, Halina Tanasova, Alexandra Eichenauer-Knoll und Gerhard Ernst.
Foto: Islami

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Anforderung einer Bedarfshaltestelle „Klammgruberhof Nr. 34“ in 3170 Hainfeld (Bernau)

Das Hotel „Klammgruberhof“, Bernau Nr. 34, beherbergt seit Februar 2022 wieder zahlreiche Personen, die in Österreich einen Asylantrag gestellt haben, sowie UkrainerInnen mit vorübergehendem Aufenthaltsrecht. Das Objekt liegt acht Kilometer außerhalb des Hainfelder Zentrums und den nächsten Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf. Im Sommer können kräftige Leute diese Distanz mit dem Fahrrad oder zu Fuß bewältigen. Schulpflichtige Kinder und Jugendliche, Kindergartenkinder, ältere Personen und Mütter mit Kleinkindern sind aber in jedem Fall auf den Bus angewiesen.

Ein öffentlicher Bus fährt regelmäßig vorbei, allerdings befinden sich die nächstgelegenen Haltestellen entweder bergaufwärts direkt auf der Klammhöhe oder bergabwärts in der nächsten Siedlung. Beide Haltestellen müssen also über die zum Teil sehr kurvige Straße erreicht werden. Besonders im Winter ist das für schwächere Personen eine große Zumutung, insbesondere, wenn diese noch schwere Einkaufstaschen bergauf oder -abwärts schleppen müssen.

Wir setzen uns daher für eine eigene Haltestelle direkt vor dem Objekt ein und bitten die zuständigen Behörden um eine Prüfung der Möglichkeiten. Wir sind überzeugt, dass eine solche Bedarfshaltestelle für wesentlich mehr Sicherheit sorgen und auch die Integration erleichtern würde.

Diese Initiative geht aus von:

Ferdinand Kaiblinger, Landwirt und ehrenamtlicher Helfer, Hainfeld/Bernau

Alexandra Eichenauer-Knoll, ehrenamtliche Deutschlerngruppen-Begleiterin, Verein „Herzverstand“, Hainfeld

Uschi Berthold, ehrenamtliche Deutschlerngruppen-Begleiterin, Verein „Ankommen in Würde“, Neulengbach

Unterschriftenlisten liegen in den Kirchen Rohrbach und Hainfeld sowie am Gemeindeamt in Hainfeld auf. Wir danken allen, die mit ihrer Unterschrift auf der beiliegenden Liste dieses Anliegen unterstützen möchten.

Nachsatz:

Wir danken Bgm. Albert Pitterle für die Zusage, als Gemeinde den Antrag für eine solche Haltestelle zu stellen. Trotzdem freuen wir uns über weitere Unterschriften, denn wir möchten mit dieser Initiative auch Bewusstsein für die Schutzbedürftgkeit dieser Menschen wecken. Da die Umsetzung, sofern sie bewilligt wird, ohnehin dauern wird, werden wir als eine kleine Zwischenlösung Reflektor-Bänder mit Klettverschluss zur Verfügung stellen. Sie werden aus dem Buget des Vereins Herzverstand bezahlt. Danke Ferdinand für diese Idee und die Organisation! Siehe Blogbeitrag

 

Comedor del Arte Cafe

This year the motto during advent is “Christmas with animal spirit“ and there are a number of events and amusing ideas from “Wir Hainfelder” club.  The “Kreativmarkt” is also taking place, where we have participated multiple times in the past. For the second time the “Comedor-del-Arte Team” will be hosting the coffee house (cafe) inside the Kultursaal.
Wir are looking forward welcoming many visitors!
For donations of cakes or pies please contact Alexandra at: 0664 / 1026798

(until 1 week before the event at the latest)

8. Hainfelder Kreativmarkt
December 15-17, 2023
Kultursaal Gemeindezentrum Hainfeld (city hall)
Hauptstraße 7, 3170 Hainfeld

Opening hours:
Frriday, 09.00 – 18.00 Uhr
Saturday, 09.00 – 17.00 Uhr
Sunday, 10.00 – 17.00 Uhr

 

 

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Hainfelder Reparatur-Cafe

Das neue Reparatur-Café im Kultursaal Hainfeld ist eine tolle Initiative – ökologisch-nachhaltig und sozial. Initiator dieses Projekts ist die Klima- und Energie-Modellregion Traisen-Gölsental, die Volkshilfe NÖ stellt ihr Know-How als Kooperationsparter zur Verfügung und die Stadtgemeinde Hainfeld den schönen  Kultursaal.

Wir, Alexandra Eichenauer-Knoll und Renate Höfler, vom Verein Herzverstand machten auch mit und sind ziemlich begeistert. Das Interesse ist groß und es gibt genügend Leute, die sich zur Verfügung stellen, um ehrenamtlich zu reparieren, Klaus Blancke zum Beispiel kam mit seinem Werkzeug, um Fahrräder zu reparieren, Elisabeth Hasler mit ihrer Nähmaschine.

An BesucherInnen mangelte es auch nicht beim ersten Kaffeehaus am 10.11.2023,  vor allem der Bereich Elektrogeräte war sehr nachgefragt.

Alexandra brachte auch zwei geschickte Leute aus ihrer Deutschlerngruppe vom Quartier Klammgruberhof mit, die mit einem Namensschild ausgestattet wurden, sehr interessiert das Geschehen beobachteten und sich auch immer wieder einbrachten. Wie schon bei den Nähcafes, so zeigt sich auch hier, wie gut sich HandwerkerInnen auch ohne Sprache verständigen können.

Die nächsten fixen Termine sind:

Freitag 16.2.2024 15:00 – 17:30 Uhr
Freitag 19.4.2024 15:00 – 17:30 Uhr
Freitag 14.6.2024 15:00 – 17:30 Uhr
Freitag 16.8.2024 15:00 – 17:30 Uhr
Freitag 18.10.2024 15:00 – 17:30 Uhr
Freitag 20.12.2024 15:00 – 17:30 Uhr

 

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19. Weltmenschtag

Wie jedes Jahr wird auch heuer wieder am 10. Oktober der „Weltmenschtag“ organisiert. Die Idee zu diesem Tag stammt von Mehmet Zeki Metin, der die Veranstaltung heuer zum bereits 19. Mal organisiert und Weltmensch-Preisträger/innen würdigen wird. Geplant ist auch, mit einem musikalischen Beitrag unserem lieben Franz Witzmann zu gedenken. Er war viele Jahre als Fotograph ehrenamtlich mit dabei. Diese Aufgabe übernimmt heuer übrigens Mohammad Ahmadi, der inzwischen hauptberuflich als Altenpfleger in Wien arbeitet und viele Jahre ein sehr aktives Mitglied der Comedor-Familie war.

Der Event findet heuer von 18:00 bis 21:00 Uhr im Stadtsaal Traiskirchen statt, der Eintritt ist frei.

 

We’ll continue

On 9/28, we had the first Herzverstand board of directors meeting after Franz Witzmann, founder and leader of Comedor del Arte passed away. We decided to continue with our work.
Board president Alexandra Eichenauer-Knoll: „Of course we cannot fully replace Franz with his unwavering position, and his tireless commitment. Nonetheless, we would like to continue, and be available for the Comedor community & family. We are also available for new requests and initiatives that are being brought forward.”
As such, we decided that we will again host the coffee house at the Hainfelder Kreativmarkt. In addition, we are looking forward to some form of connection with the planned Reparaturkaffee in Hainfeld. So actually we have no house or meeting-place, but nevertheless the idea of Comedor del Arte will become vivid in every future projekt of our association.
For any type of requests, please contact the board president.
The website will be updated as well as we go forward.

from the left: Cornelia Fuchs, Renate Höfler, Gudrun und Erich Lux, Alexandra Eichenauer-Knoll

(Deutsch) Und ewig fließt der Jazz – ein Abschiedslied von Franz

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Im Jahre 2005 reichte Franz einige Lieder beim Protestsongcontest ein. Die Texte stammten von ihm, die Musik von Freunden, u.a. von Christian Schaden, der in seinem Tonstudio die Lieder auch aufnahm und abmischte.

Jetzt, da Franz so plötzlich von uns gegangen ist, sandte mir Christian dieses Lied. Es ist wie ein Abschiedslied. Es spricht die Leichtigkeit an, nach der sich Franz sehnte, das Tröstliche des steten Wandels, die Illusion und seine Liebe zur Kunst, insbesondere zum Jazz: „… und ewig fließt der Jazz“.

Franz sprach aber auch seine Verzweiflung darüber an, sich nicht verstanden zu fühlen. „Doch was bleibt mir sonst, ihr ignoriert mich doch?“ Er wollte sich nicht mehr um die Meinung der anderen kümmern, das dauernde Be- und Verurteilen war ihm verhasst.

Franz ging seinen eigenen Weg, auf dem er gerade in den letzten zehn Jahren viele neue FreundInnen, MitstreiterInnen und UnterstützerInnen gefunden hatte. Und so konnte er, der sein Leben lang so mutig und kompromisslos der Wahrheit verpflichtet war, letzten Endes auch leichten Herzens Abschied nehmen.

Wie sagte er am Ende des Liedes: „Hab genug gesehen, werd jetzt gehen und gehen und gehen. Ciao, Baba, auf Wiedersehen!“

Servus Franz, wir haben Dich ganz lieb und wünschen Dir eine gute Reise!

(Deutsch) Erste Kundgebung im Zeichen der Regenbogenflagge in Hainfeld

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Unser Verein Herzverstand hatte am 16.6. um 16.00 Uhr zu einer Kundgebung am Victor Adler Platz eingeladen. Unter der Regenbogenfahne wollten wir im Pride-Monat Juni erstmals auch in Hainfeld ein Zeichen der Solidarität mit Angehörigen der LGBTQ+ Community setzen.

Etwas über 20 TeilnehmerInnen kamen zu dieser Veranstaltung. Das ist scheinbar nicht viel und ist es für Hainfeld aber doch. Sehr erfreulich ist, dass auch Vize-Bgm. Andreas Klos dazukam und Begrüßungsworte aussprach. Auch zwei Vertreterinnen der jüngeren Politikerinnengeneration Hainfelds waren anwesend: Lydia Pitterle und Romina Wais.

Renate Höfler, Vorstandsmitglied von Herzverstand, bezog sich in ihrer Rede auf den anlassgebenden Diebstahl der Regenbogenfahne aus dem Vereinslokal (vgl. NÖN-Bericht) und wies auf die Bedeutung von Meinungsvielfalt und Toleranz in einer Demokratie hin.

Als auswärtiger Gastredner sprachen Oskar Beneder, Obmann des Vereins St. Pride, über die aktuellen Anliegen der queeren Community und weiters Gundi Dick, Obfrau von #zusammenHaltNÖ. Sie wies auf die Bedeutung einer aufmerksamen Zivilgesellschaft zum Schutz von Minderheitenrechten hin.

Zum Schluss sprachen alle Anwesenden noch mehrmals laut und deutlich das gemeinsame Anliegen aus: „Schutz für alle!“